Heizkurve Tabelle: Richtwerte für Neigung und Niveau nach Gebäude und Heizsystem

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Heizkurve Tabelle: Richtwerte für Neigung und Niveau nach Gebäude und Heizsystem
Heizkurve richtig einstellen: Die passende Kennlinie sorgt dafür, dass Wärmepumpe, Heizkörper und Fußbodenheizung effizient und CO₂-arm zusammenarbeiten.

Eine Heizkurven-Tabelle liefert Startwerte, keine Endwerte: Je wärmer die Heizflächen ausgelegt sind und je schlechter das Mehrfamilienhaus gedämmt ist, desto steiler muss die Kurve sein, während das Niveau meist bei 0 K beginnt. Welche Zahl Sie am Ende eintragen, bestimmt zusätzlich die Skala Ihres Reglers.

  • Startwerte der Neigung: Fußbodenheizung (35/28) saniert 0,3–0,5, NT-Heizkörper (55/45) 0,8–1,2, unsanierte Altradiatoren (90/70) 1,4–1,8.
  • Bei Raumsoll 20 °C liefert Neigung 1,4 außen bei −10/0/+10 °C rund 62/48/34 °C Vorlauf.
  • Ein Buderus-Endpunkt von 75 °C bei −10 °C Außentemperatur entspricht nach der Faustformel einer Viessmann-Neigung von rund 1,8.
  • Fehlt Wärme nur bei Frost, korrigieren Sie die Neigung, fehlt sie auch an milden Tagen, das Niveau.

Heizkurve in der Tabelle: Startwerte für Neigung und Niveau nach Heizfläche und Sanierungsstand

Den Startwert bestimmen zwei Größen: für welche Temperatur die Heizflächen ausgelegt wurden und wie viel Wärme das Gebäude heute noch verliert. Samson gibt in der Anleitung des Fernheizungsreglers TROVIS 5479 die Eckwerte vor: Altbau mit Heizkörperauslegung 90/70 rund 1,8, Auslegung 70/55 rund 1,4, Auslegung 55/45 rund 1,0, Fußbodenheizung unter 0,5.

Neigung und Niveau: Die Neigung (auch Steilheit) legt grob fest, um wie viel Kelvin der Vorlauf steigt, wenn es draußen ein Grad kälter wird. Das Niveau verschiebt die gesamte Kurve parallel, bei jeder Außentemperatur um denselben Betrag.

Für den Bestand heißt das: Jeder Sanierungsschritt senkt den Wärmebedarf, die vorhandenen Heizkörper sind danach relativ überdimensioniert und kommen mit weniger Vorlauf aus. Ein Altradiator im teilsanierten Haus verhält sich deshalb ungefähr wie ein 70/55-Heizkörper, nach energetischer Sanierung eher wie ein 55/45-Heizkörper.

Heizfläche (Auslegung)UnsaniertTeilsaniert (Fenster, Dach)Energetisch saniert
Altradiator (90/70 bzw. 75/65)Neigung 1,4 bis 1,8 / Niveau 0 bis +2 KNeigung 1,3 bis 1,5 / Niveau 0 bis +2 KNeigung 1,0 bis 1,2 / Niveau 0 K
Niedertemperatur-Heizkörper (55/45)Neigung 1,0 bis 1,2 / Niveau 0 bis +2 KNeigung 0,9 bis 1,1 / Niveau 0 KNeigung 0,8 bis 0,9 / Niveau −2 bis 0 K
Fußbodenheizung (35/28)Neigung 0,6 bis 0,8 / Niveau 0 KNeigung 0,5 bis 0,6 / Niveau 0 KNeigung 0,3 bis 0,5 / Niveau −2 bis 0 K

Alle Werte gelten für Raumsoll 20 °C und die Neigungsskala von Viessmann und Samson. Bei Fußbodenheizung begrenzt Wolf die Heizkurve ausdrücklich auf maximal 0,8, weil Vorlauftemperaturen über 40 °C den Bodenbelag schädigen können. Diese Obergrenze gilt auch im unsanierten Haus.

Gemischter Sanierungsstand im selben Haus ist im Mehrfamilienhaus eher die Regel: Dachgeschossausbau mit Fußbodenheizung, darunter Radiatoren, eine Giebelseite gedämmt, die andere nicht. Ein Kompromisswert versorgt hier immer einen Teil schlecht. Prüfen Sie, ob getrennte Heizkreise oder ein Mischerkreis vorhanden sind, und geben Sie jedem Kreis die Werte seiner Zeile. Hängt alles an einem Kreis, richtet sich die Kurve nach dem anspruchsvollsten Strang. Für sanierte Altbauten mit Mischsystem sind Neigung 0,9 bis 1,2 und Niveau 0 bis +2 K ein gängiger Ausgangspunkt.

Vorlauftemperatur bei −10, 0 und +10 °C: die Kurve im Keller nachrechnen

Mit Raumsoll 20 °C und Niveau 0 K ergeben die Startwerte die folgenden Vorlauftemperaturen. Jeder Wert lässt sich am Vorlauffühler oder mit einem Anlegethermometer direkt gegenprüfen.

NeigungTypischer EinsatzVorlauf bei −10 °CVorlauf bei 0 °CVorlauf bei +10 °C
0,4Fußbodenheizung, saniert32 °C28 °C24 °C
0,6Fußbodenheizung, teilsaniert38 °C32 °C26 °C
0,8Fußbodenheizung unsaniert, NT-Heizkörper saniert44 °C36 °C28 °C
1,0NT-Heizkörper, Altradiator saniert50 °C40 °C30 °C
1,2NT-Heizkörper unsaniert, Altradiator saniert56 °C44 °C32 °C
1,4Altradiator teilsaniert oder unsaniert (75/65)62 °C48 °C34 °C
1,6Altradiator, unsaniert68 °C52 °C36 °C
1,8Altradiator, unsaniert, exponierte Lage74 °C56 °C38 °C

Für ein anderes Raumsoll, ein verschobenes Niveau oder Zwischenwerte rechnen Sie selbst nach.

Faustformel: Vorlauf = Raumsoll + Neigung × (Raumsoll − Außentemperatur) + Niveau. Umgestellt ergibt sich die Neigung einer bestehenden Einstellung: (Vorlauf − Raumsoll) ÷ (Raumsoll − Außentemperatur).

Ein Rechenbeispiel für das teilsanierte Mehrfamilienhaus mit alten Radiatoren, Neigung 1,4, Niveau +2 K, bei 0 °C Außentemperatur: 20 + 1,4 × 20 + 2 = 50 °C Vorlauf. Zeigt das Thermometer bei 0 °C stattdessen 55 °C, ist effektiv eine Neigung von (55 − 20) ÷ 20 = 1,75 eingestellt.

Die Formel rechnet linear, die Kennlinien der Regler sind leicht gekrümmt und liegen im mittleren Bereich meist wenige Kelvin höher. Als Plausibilitätscheck taugt sie trotzdem: Wolf nennt für eine typische Bestandskurve etwa 70 °C Vorlauf bei −10 °C und rund 40 °C bei +8 °C, was einer Neigung um 1,6 entspricht.

Neigung oder Niveau: welcher Parameter bei welcher Beschwerde?

Die Neigung entscheidet über die Versorgung an kalten Tagen, das Niveau verschiebt die Versorgung an allen Tagen gleichermaßen. Wer bei einer Frostbeschwerde am Niveau dreht, macht das Haus in der Übergangszeit zu warm und verschenkt Energie.

  • Wird es nur bei Frost zu kalt, erhöhen Sie die Neigung in Schritten von 0,1.
  • Ist es bei jedem Wetter zu kalt oder warm, verschieben Sie das Niveau um 1 bis 2 K.
  • Ist nur die Übergangszeit zu warm, senken Sie das Niveau und erhöhen die Neigung leicht.

Die Reihenfolge ergibt sich aus dem Wetter: Neigung bewerten Sie nur an Tagen unter 0 °C, Niveau an Tagen über +5 °C. Wer im Oktober an der Neigung justiert, sieht deren Wirkung schlicht noch nicht.

Tabellenwert auf den eigenen Regler übertragen: Viessmann, Vaillant, Buderus, Wolf, Samson

Die Faustformel aus dem vorigen Abschnitt ist die Brücke zwischen den Fabrikaten, denn eine Neigung von 1,4 bedeutet nicht bei jedem Hersteller dasselbe. Manche Regler arbeiten mit Kennzahlen, andere mit Fuß- und Endpunkt in °C. So übertragen Sie einen Tabellenwert:

  1. Rechnen Sie den Tabellenwert in einen Ziel-Vorlauf bei −10 °C um, etwa Neigung 1,4 auf 62 °C.
  2. Stellen Sie Kennzahl oder Endpunkt Ihres Reglers so ein, dass er bei −10 °C diesen Vorlauf liefert.
  3. Prüfen Sie an einem kalten Tag mit dem Thermometer, ob Soll und Ist übereinstimmen.

Wie stark die Skalen auseinanderliegen, zeigt Vaillant: Bei der calorMATIC 470 regelt Heizkurve 0,4 bei −15 °C auf 40 °C Vorlauf. Nach Faustformel entspricht das (40 − 20) ÷ (20 + 15) = 0,57, also knapp 0,6 auf der Viessmann-Skala.

ReglerSteilheit: Bezeichnung und BereichNiveau: Bezeichnung und BereichUmrechnung
Viessmann VitotronicNeigung 0,2 bis 3,5 (Codieradresse d3: 2 bis 35), Werk 1,4Niveau in K, −13 bis +40 K (d4), Werk 0Entspricht direkt der Tabelle
Vaillant calorMATIC 430/470/630Heizkurve 0,2 bis 4,0, Schrittweite 0,05 bis 0,1, Werk 1,2Über die Raumsolltemperatur (Parallelverschiebung)Über Ziel-Vorlauf, 0,4 entspricht rund 0,6
Vaillant, ältere UBW-ReglerDrehknopf mit Stufen (z. B. 5 für Heizkörper, II für Fußbodenheizung)Je Skalenstrich 2,5 °CNur über Ziel-Vorlauf
Buderus Logamatic RC300/RC35Fußpunkt (bei 20 °C außen) und Endpunkt (bei min. Außentemperatur); Werk Heizkörper 75 °C, Fußbodenheizung 45 °C bei −10 °CRaumtemperatur-Offset in K, Werk 0,0 KEndpunkt 75 °C entspricht rund 1,8, 45 °C rund 0,8
Buderus Logamatic 2107, HMC20, BC400-HP2107: Auslegungstemperatur bestimmt die Steigung. Wärmepumpenregler: Endpunkt als Rücklauftemperatur bei −20 °C2107: Parallelverschiebung −5 bis +5Auslegungstemperatur als Ziel-Vorlauf einsetzen
Wolf R12, Bedienmodul BMSteilheit bzw. Heizkurve 0 bis 3,0, Werk Heizkreis 1,2, Mischerkreis 0,8. Faustwert Heizkörper 1,0 bis 1,4Parallelverschiebung, Bereich laut AnlagendokumentationEntspricht weitgehend der Tabelle
Samson TROVIS (5430, 5475-2, 5479, 5573)Steigung bzw. Neigung 0,2 oder 0,4 bis 3,2, Standard 1,8 (5475-2)Niveau −30 bis +30 °C, Werk 0 °CEntspricht direkt der Tabelle
Siemens (Synco u. a.)Bezeichnung variiert je AnlagentypSiehe AnlagendokumentationÜber Ziel-Vorlauf

Einige TROVIS-Regler können die Kennlinie über einen Referenzraum selbst an das Gebäude anpassen. Im Mehrfamilienhaus lohnt es sich, diese Funktion bewusst zu prüfen: Sie optimiert auf genau einen Raum, nicht auf das ganze Haus.

Der Wärmeerzeuger verschiebt die Kurve: Brennwert, Wärmepumpe, Fernwärme

Die Tabelle beschreibt, was die Heizflächen brauchen. Der Erzeuger entscheidet, wie viel jedes zusätzliche Kelvin kostet, und damit, wie knapp Sie den Startwert wählen.

Ein Brennwertkessel nutzt die Kondensationswärme der Abgase nur, wenn der Rücklauf unter deren Taupunkt liegt, bei Erdgas rund 55 °C. Ein unsaniertes Haus mit Neigung 1,8 kondensiert an Frosttagen kaum. Jede Zehntelstufe weniger verlängert die Zeit im Brennwertbereich, deshalb lohnt hier der untere Rand der Spanne.

Bei der Wärmepumpe wird jedes Grad direkt teuer: Der Bundesverband Wärmepumpe nennt als Faustregel 2,5–3 % weniger Stromverbrauch je Grad niedrigerem Vorlauf. Beginnen Sie deshalb am unteren Rand der Tabellenspanne und erhöhen Sie nur, wenn die Referenzwohnungen es verlangen.

Bei Fernwärme reden die Technischen Anschlussbedingungen des Versorgers mit, die häufig eine maximale Rücklauftemperatur vorgeben. Regler in Hausübergabestationen wie der Samson TROVIS 5573 führen dafür neben der Vorlauf- eine eigene Rücklaufkennlinie mit Steigung und Niveau. Stimmen Sie beide Kurven gemeinsam ab, sonst greift die Rücklaufbegrenzung und drosselt die Leistung genau dann, wenn sie gebraucht wird.

Prüfen, ob der Startwert sitzt: Messgrößen statt Mieterbeschwerden

Ob ein Startwert passt, zeigen vier Messgrößen, die Sie nach jeder Änderung mindestens 48 Stunden beobachten, bei Fußbodenheizung eher mehrere Tage.

  • Liegt der Rücklauf dicht am Vorlauf, ist die Spreizung zu klein und das Haus überversorgt.
  • Messen Sie die Raumtemperatur in Referenzwohnungen: Dachgeschoss, Nordgiebel, Erdgeschoss über kaltem Keller, eine Mittelwohnung.
  • Stehen dort die Thermostatventile dauerhaft voll offen, ist die Kurve zu knapp, sind fast alle gedrosselt, zu hoch.
  • Weicht der Vorlauf-Istwert dauerhaft vom Sollwert ab, liegt das Problem vor der Kurve, etwa bei Fühler oder Mischer.

Beschwerden allein taugen als Kriterium nicht, weil sie verzögert und selektiv ankommen. Die lautesten Mieter bestimmen sonst die Kurve für das ganze Haus, und nach drei Runden Nachjustieren steht sie höher als vorher. Hinzu kommt: Ost- und Westlage, Dachgeschoss, leer stehende Nachbarwohnungen, Wind auf der Wetterseite und interne Wärmegewinne durch Geräte und Personen verteilen den Bedarf ungleich.

Systemgrenze statt Einstellfehler: Eine einzige Kurve für 30 unterschiedlich belegte und exponierte Wohnungen versorgt zwangsläufig einige knapp und andere üppig. Bleiben nach sauberer Prüfung einzelne Wohnungen kalt, sind Hydraulik oder Heizkörperleistung die Ansatzpunkte, keine höhere Kurve für alle.

Die technischen Ursachen solcher Abweichungen grenzt eine systematische Anlagendiagnose ein. Softwarelösungen wie KUGU VIS (Visuelles-Informationssystem) überwachen Heizsysteme, bereiten Betriebszustände, Verbräuche und Auffälligkeiten auf und führen eine solche Diagnose durch. Damit die Messwerte beim nächsten Termin noch verfügbar sind, gehören sie in ein festes Protokoll.

Dokumentationsvorlage: die Einstellung pro Gebäude nachvollziehbar festhalten

Eine dokumentierte Einstellung verhindert den Neustart bei jeder Nachjustierung. Die folgende Vorlage lässt sich je Gebäude und Heizkreis in eine Tabellenkalkulation übernehmen und über das gesamte Portfolio vergleichen.

FeldWas hinein gehört
Gebäude und AnlageGebäude-ID, Heizkreis, Wärmeerzeuger, Regler-Fabrikat und Typ
Datum und KürzelTag der Änderung, verantwortliche Person
AnlassBeschwerde, Absenkungsvorgabe, Objektübernahme, Sanierung, Routinekontrolle
AusgangswerteNeigung, Niveau, Heizgrenze, Raumsoll vor der Änderung
Neue WerteNeigung, Niveau, Heizgrenze, Raumsoll nach der Änderung
MessbedingungenAußentemperatur und Zeitraum der Beobachtung
Vorlauf und RücklaufGemessene Werte, Spreizung
ReferenzwohnungenRaumtemperatur und Ventilstellung je Wohnung
ErgebnisPasst, nachjustieren oder Hydraulik prüfen, dazu der nächste Prüftermin

Zwei Felder beeinflussen die Tabellenwerte direkt. Die Heizgrenze schaltet die Heizung ab, sobald die Außentemperatur sie überschreitet, und verhindert, dass die Kurve in der Übergangszeit unnötig Vorlauf erzeugt. Im unsanierten Bestand liegt sie meist um 15 °C, nach energetischer Sanierung eher bei 12 bis 14 °C. Das Raumsoll verschiebt bei vielen Reglern die gesamte Kurve. Die Startwerte gelten für 20 °C. Wer das Raumsoll anhebt, hebt den Vorlauf an allen Tagen mit und sollte das im Protokoll vermerken.

Über viele Objekte hinweg wird das Protokoll zur Datenbasis: Gebäude mit gleicher Heizfläche und gleichem Sanierungsstand, aber stark abweichender Kurve fallen sofort auf. Auch bei Nachweisen hilft es: Müssen Eigentümer oder Verwalter belegen, dass ihre Heizungsanlagen geprüft und optimiert wurden, zeigt eine dokumentierte Kurve mit Messwerten, dass die Regelung bewusst eingestellt ist.

Bei 150 Gebäuden bedeutet manuelle Pflege allerdings 150 Kurven, die nach jeder Sanierung, jedem Leerstand und jedem Winter neu passen müssen. Für diese Skalierungsfrage gibt es drei Wege:

  • Adaptive Reglerfunktionen, die die Kennlinie über einen Referenzraum selbst anpassen.
  • Fernüberwachung, die Abweichungen sichtbar macht, während die Nachführung manuell bleibt.
  • Plattformlösungen, die Monitoring und Regelung datenbasiert verbinden.

Auf der KUGU Energieplattform übernimmt KUGU EOS (Energie-Optimierungssystem) die automatisierte Steuerung von Heizanlagen mit bedarfsgerechter und kontinuierlicher Optimierung der Energiebereitstellung, herstellerunabhängig und ohne Austausch der vorhandenen Anlagen. KUGU VIS macht dazu Betriebszustände und Auffälligkeiten über das gesamte Portfolio sichtbar. Im Einsatz sind 3.500 Anlagen mit rund 400.000 Wohneinheiten, dokumentiert sind 45 Mio. kWh und 8.000 t CO₂ Einsparung. KUGU garantiert 12 Prozent Energieeinsparung. Im Durchschnitt liegt das Einsparpotenzial bei über 20 Prozent.

Startwert gesetzt: was als Nächstes zu tun ist

Selbst eine sorgfältig eingestellte Heizkurve trifft nur einen Mittelwert: Belegung, Sonneneinstrahlung und Lüftungsverhalten ändern den Wärmebedarf Wohnung für Wohnung und Woche für Woche, während die Kurve stillsteht. Für das einzelne Objekt bleibt der Tabellenwert mit sauberer Prüfung der richtige Weg.

Betreuen Sie mehr als rund 20 Gebäude, führen Sie ab der nächsten Einstellung die Dokumentationsvorlage für jedes Objekt. Zählen Sie nach einer Heizperiode Anfahrten und Korrekturen. Diese Zahl zeigt Ihnen, ab welcher Portfoliogröße eine automatisierte Nachführung die manuelle Pflege wirtschaftlich ablöst, etwa durch KUGU EOS auf der KUGU Energieplattform, das Heizanlagen bedarfsgerecht und kontinuierlich steuert, ergänzt um KUGU VIS, das Betriebszustände, Verbräuche und Auffälligkeiten aller Anlagen im Portfolio aufbereitet.

Häufige Fragen zur Heizkurven-Tabelle

Lässt sich die Tabelle auch für Büro- und Gewerbeobjekte nutzen?

Meistens ja, als Startpunkt. Die Ableitung aus Auslegungstemperatur und Dämmstand gilt unabhängig von der Nutzung. Hohe interne Gewinne durch Geräte und Personen sowie feste Nutzungszeiten verschieben den passenden Wert aber eher nach unten, deshalb sollten Sie früh mit Referenzräumen prüfen.

Wie oft sollte ich nachjustieren, bevor ich den nächsten Schritt gehe?

Zwei bis drei Korrekturrunden pro Witterungsfenster sind ein sinnvolles Limit, jeweils mit einer einzigen Änderung und mindestens 48 Stunden Beobachtung. Bleiben danach einzelne Stränge oder Wohnungen unterversorgt, liegt die Ursache meist in Hydraulik, Ventilen oder Heizkörperleistung.

Wie mache ich Einstellungen vergleichbar, wenn im Portfolio verschiedene Regler verbaut sind?

Über den Ziel-Vorlauf bei −10 °C als gemeinsame Größe. Tragen Sie im Protokoll neben der Herstellerkennzahl immer diesen Vorlaufwert ein. So lassen sich Viessmann-Neigung, Vaillant-Heizkurve und Buderus-Endpunkt direkt nebeneinanderstellen.

Wie gehe ich vor, wenn ich die Auslegungstemperatur der Heizflächen nicht kenne?

Rechnen Sie die Ist-Einstellung zurück. Notieren Sie an einem kalten Tag, an dem die Referenzwohnungen ausreichend warm sind, Vorlauf und Außentemperatur und setzen Sie beides in die Faustformel ein. Das Ergebnis zeigt, welcher Tabellenzeile das Gebäude tatsächlich entspricht.

Wie oft muss ich die Dokumentation aktualisieren, wenn sich nichts ändert?

Einmal pro Heizperiode, idealerweise an einem Frosttag: Außentemperatur, Vorlauf, Rücklauf und Raumtemperaturen der Referenzwohnungen eintragen. So erkennen Sie schleichende Veränderungen durch Sanierung, Leerstand oder Defekte, bevor sie als Beschwerde ankommen.